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Ikea Küchen



IKEA Küche

Eine Einbauküche macht viel her, aber möglichst günstig sollte sie sein.
Nach dem ersten Sammeln von Informationen über IKEA-Einbauküchen, wurden wir etwas abgeschreckt: viele Erfahrungsberichte, die im Internet zu lesen sind, beschreiben einen hoch komplizierten Aufbau der IKEA-Küchenschränke, es klang oft, als sei es kaum zu bewältigen ohne Fehler zu machen.
Deshalb machten wir uns auf die Suche nach Alternativen. Schnell wurde uns aber dann klar, dass wir für den festgesetzten Preisrahnmen woanders keine Küche nach unseren Vorstellungen bekommen werden. Selbst die als günstig angepriesenen Fabrikverkäufe schienen wesentlich teurer. Eine gebrauchte Einbauküche wäre auch keine Alternative für uns gewesen.

 

Also haben wir uns durchgerungen auf der Homepage von Ikea den 3D-Küchenplaner herunterzuladen. Das Programm machte auf Anhieb einen guten Eindruck. Die Funktionen sind sehr übersichtlich gehalten, so dass ein relativ einfaches Arbeiten damit möglich ist.
Nachdem wir den Grundriss festgelegt, sowie Fenster und Anschlüsse markiert hatten, ging die Planung unserer IKEA-Küche los.
Es ist sehr viel Denkarbeit, die richtigen Schränke auszuwählen. Mehrmals haben wir in den folgenden Wochen Schränke ausgetauscht, weil wir dann doch der Meinung waren, hier fehlt noch eine Schublade oder hier wäre ein Vollauszug besser als ein Schrank mit Türen.
Welche Front und welche Griffe wir möchten, hatten wir schon zuvor direkt im IKEA Möbelhaus ausgewählt.
Als für uns alles perfekt war, machten wir uns mit Anhänger und ausgedrucktem Küchenplan auf den Weg zu IKEA.
Wir hatten zwar überlegt, uns die Küche liefern zu lassen, aber wir machten uns lieber selbst die Mühe und hatten somit auch wieder Geld für die Lieferung gespart: der Versand per Spedition kostet 79 €.

Die freundliche IKEA-Mitarbeiterin in der Küchenabteilung ist mit uns den Plan unserer Küche durchgegangen und hat die einzelnen Artikel für uns aufgelistet. Einiges mussten wir in der SB-Halle selbst zusammensuchen, der Rest musste an der Warenausgabe abgeholt werden.
Unbewusst sind wir genau zum richtigen Zeitpunkt im Ikea Möbelhaus gewesen: es gab gerade eine Aktion, in der alle Elektrogeräte um 20% reduziert waren. Beim Kauf unserer Kühl/Gefrierkombi, dem Ceranfeld und dem Herd konnten wir damit ungefähr 250 € sparen!
Die Elektrogeräte stammen übrigens aus dem Hause Whirlpool, also keine No-Name-Billigware.

 

Das Einsammeln in der SB-Halle ging recht zügig, wir hatten eine genaue Liste mit den Regal- und Fachnummer, sowie der Anzahl, die daraus entnommen werden sollte.
An der Warenausgabe angekommen, standen unsere Pakete auch schon zur Abholung bereit.
Nachdem wir alles sicher auf unserem Anhänger verstaut hatten, machten wir und glücklich auf den Weg nachhause, allerdings in aufgeregter Erwartung, wie der Aufbau laufen würde…

Alle Angst völlig unbegründet! Der Aufbau der Korpusse lief wie geschmiert. Den ersten Korpus haben wir noch völlig akribisch nach der Anleitung aufgebaut, beim zweiten war nur noch ab und zu ein kurzer Blick auf die Anleitung nötig, aber dem dritten Korpus ging es ganz ohne.
Der Aufbau ist bei den Unterschränken immer der Selbe, lediglich die breite der Schränke variiert. Innerhalb von ungefähr 3 Stunden hatten wir die Korpusse von 8 Schränken aufgestellt und die Füße daran montiert.
Diese Füße sind uns allerdings negativ aufgefallen, sehr stabil sind diese nicht. Aber das ist der einzige Punkt, den wir an Ikea-Küchen bemängeln würden.
Man hat die Wahl zwischen unterschiedlichen Füßen. Da wir aber eine Sockelleiste anbauen wollte, hatten wir uns für die günstigsten Füße entschieden. Vielleicht wäre es ratsamer hier ein paar Euro mehr zu investieren. Unsere Küche steht stabil – keine Frage, vorgestellt haben wir uns das aber etwas anders.

Weiter im Aufbau…
Nachdem die Korpusse aufgebaut waren und an der richtigen Stelle standen, gings an die Ausrichtung der Schränke, schließlich müssen diese völlig gerade stehen. Das war teilweise aufwändiger, als der Aufbau der Korpusse.

Als die Schränke allesamt korrekt ausgerichtet waren, wurde die Arbeitsplatte aufgesetzt. Wir haben uns gegen eine Arbeitsplatte von IKEA Entschieden, da uns diese schlicht zu teuer waren. Standardarbeitsplatten gibt es bei IKEA nur bis zu einer Länge von 2,50 m. Wir benötigten aber zwei mal ca. 2,60 m. Deshalb hätten wir die teurere Variante nehmen müssen und wären gut 300-400 € allein für die Platte losgeworden (je nach Ausführung) – wohl bemerkt ohne Eckfräsung und Ausschnitt für Spülbecken und Ceranfeld.
Im Baumarkt haben wir eine schöne Arbeitsplatte gefunden, die uns inkl. Eckfräsung 180 € gekostet hat, die Ausschnitte für den Spültisch und das Ceranfeld haben wir selbst erledigt.
Ob die Arbeitsplatte aus dem Baumarkt nun qualitativ hochwertiger oder minderwertiger ist, als eine Arbeitsplatte aus dem IKEA Möbelhaus, können wir nicht beurteilen. Sie war günstiger und stammt von einem namhaften Hersteller, wir denken also eine gute Wahl getroffen zu haben.

Die Arbeitsplatte war angebracht, das Ceranfeld wurde eingesetzt, der Spültisch wurde eingesetzt. Um ein Aufquellen der Arbeitsplatte zu verhindern, haben wir die Ausschnitte und die Eckfräsung innen mit Silikon beschmiert. So sind die gesägten Stellen wieder versiegelt und dienen gleichzeitig als Dichtung.
Da wir den Wasser Ab- und Zufluss für das Spülbecken und die Geschirrspülmaschine durch den Eckschrank mit Rondell legen mussten, hatten wir uns auf große Fummelei eingestellt und hatten uns auch schon damit abgefunden, evtl. einen Teil des Rondells nicht nutzen zu können. Erfreulicherweise sind aber die Körbe des Rondells höhenverstellbar. Die Verlegung der Leitungen war somit kein Problem und wir können das Rondell uneingeschränkt nutzen.

Auf die Befestigung der Schränke an der Wand haben wir verzichtet. Für unser Empfinden steht die Küche nach Abringen der Arbeitplatte ausreichend stabil. Dies sollte man wohl aber im Einzelfall entscheiden.

Das Einsetzen des Herdes und Kühlschranks ist eine Kraftarbeit, bei der aber zusätzlich Präzision gefragt ist. Völlig reibungslos geht es wohl mit 3 Personen, in unserer Not habe wir es aber auch zu zweit geschafft.

Nun ging es endlich an die Fronten. Welche Front an welchen Korpus gehört, konnten wir sehr gut aus der Liste ablesen, die uns die Mitarbeiterin im IKEA Möbelhaus mitgegeben hatte.
Zuerst wurden die Griffe angebracht. In jedem Fall ist es empfehlenswert, sich dafür die „Fixa“ Bohrschablone von IKEA zu kaufen. Damit kann man recht sicher die Griffe anbringen, so dass sie immer im selben Abstand sind.
Die Bohrungen für die Löcher um die Griffe zu befestigen haben einiges an Zeit geraubt. Wir wollten aber auch ganz genau arbeiten um ein Ausreißen des Furniers zu vermeiden.
Nachdem die Griffe angebracht waren, wurden an die Schubladenfronten die Vollauszüge angebracht. Die Qualität dieser Auszüge hat uns sehr positiv überrascht, stabiler kann eine Schublade kaum sein. Besonders klasse sind die Schubladendämpfer, keine Schublade knallt mehr zu, keine Schublade steht mehr 2 cm offen, weil sie nicht richtig zugemacht wurde.

Alle Schubladen waren eingesetzt, alle Türen angebracht… bis auf die Tür von Kühl- und Gefrierschrank… als wir diese einsetzten wollte, fiel uns auf, dass die Scharniere dafür nicht vorhanden sind.
War nun nicht so schlimm, da wir in den nächsten Tage sowieso noch mal zu IKEA wollten, trotzdem ärgerte es uns schon.

Nun waren nur noch die Sockelleisten und Deckseiten anzubringen. Etwas ärgerlich fanden wir dabei, dass die Deckseiten teilweise erst zugesägt werden mussten. Dabei besteht doch immer die Gefahr, dass das Furnier ausreißt und somit die Optik negativ beeinflusst.
Mit viel Vorsicht und Klebeband, zum Abkleben der Sägelinie, gelang uns das aber dann problemlos.

Die Küche war also fertig. Die fehlenden Scharniere für den Kühlschrank haben wir einige Tage später besorgt und fix angebracht.

 

Unser Fazit zu IKEA-Küchen: absolut empfehlenswert!
Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt hier in jedem Fall. Die Qualität der Schränke ist sehr gut. Bestechend dabei ist auch die 25 jährige Garantie, die IKEA auf Korpusse und Küchen gibt, sowie die 5 jährige Garantie auf die Elektrogeräte.
Wer in seinem Leben schon Schränke aus anderen Möbelhäusern aufgebaut hat, der schafft auch den Aufbau einer IKEA-Küche. Im Nachhinein können wir uns die Vielzahl der negativen Erfahrungsberichte überhaupt nicht mehr erklären. Mit ein wenig handwerklichem Geschick ist der Aufbau eine IKEA-Küche problemlos zu bewältigen.
Die Anleitungen sind sehr präzise beschrieben, hält man sich genau daran, kann fast nichts schief gehen.


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