Kaninchen und Hasen unterscheiden sich unter anderem in Ihrem Köperbau. Kaninchen sind kleiner und rundlicher, als Hasen. Die Läufe der Hasen sind länger, der Körper ist grösser und die Kopfform ist kantiger. Hasen sind Einzelgänger, während Kaninchen in Familiengruppen leben.
Der eigentliche Lebensraum der Tiere sind Wald und Wiesen. Dort leben sie in Gruppen zusammen und bauen sich unterirdische Tunnel bzw. Baue.
Kaninchen sind sehr soziale und gesellige Tiere, die sich durch Gerüche und Gesten verständigen. Kaninchen verfügen über eine ganze Reihe von Knurrlauten und Gebärden mit denen sie sich untereinander und auch gegenüber dem Mensch verständlich manchen.
Zwergkaninchen bekommt man in Tierfachgeschäften, in Tierheimen, als Abgabetiere bei Tierschutzvereinen (wie in München, Hamburg usw.), per Kleinanzeigen in Tageszeitungen oder direkt vom Züchter.
Bei einem Kauf vom Züchter, kann man sich vorab bei den verschiedenen Landesverbänden (NRW, Sachsen, Brandenburg usw.) informieren und erkundigen.
Es gibt sehr viele verschieden Arten und Rassen : Waldzwergkaninchen, Löwenkopf, Teuto Zwergkaninchen, japanerfarbene Holländer, thüringer weiß Kaninchen, Loh, japanische Zwergkaninchen, Zwergkaninchen Mischlinge, kurzhaar oder langhaarige Kaninchen usw.
Generell gilt :Je größer der Käfig, oder das Gehege, desto besser ist das Kaninchen darin aufgehoben.
Als Zubehör wichtig: ein Futtergefäß/ -napf, eine Heuraufe, einen Salzleckstein und eine Trinkflasche. Je nach Bedarf der Tiere ist auch ein Schlafhäuschen nötig.
Sollte das Kaninchen mit auf Reisen gehen oder es steht ein Tierarztbesuch an, benötigt man eine Transportbox.
Kleintierstreu hat sich als "Untereinsteu" bestens bewährt, es ist sehr saugfähig und nimmt den Geruch auf. Als "Übereinstreu" streut man am besten Stroh, damit das Kaninchen immer trocken sitzt; außerdem fliegen die Späne nicht im ganzen Zimmer umher, wenn das Kaninchen im Käfig tobt.
Zwergkaninchen eignen sich ideal zur Wohnungshaltung. Man sollte aber beachten das Kaninchen Auslauf brauchen, darum sollte man sie mindestens einmal am Tag (unter Aufsicht) im Zimmer hoppeln lassen.
Wenn ein Garten vorhanden ist kann man das Kaninchen an schönen Tagen auf den Rasen in ein Freigehege setzen.
Alle Rassen der Zwergkaninchen können auch das ganze Jahr draußen gehalten werden. Auch im Winter, da sich die Zwergkaninchen ein dickes Winterfell zulegen und ein geigneter Stall Ihnen nochmals Schutz gegen die Kälte gibt.
Wenn man sich für die Außenhaltung entschließt, sollte man sich auch gleichzeitig dazu entschließen zwei oder mehr Kaninchen zu halten.
Meerschweinchen als Ersatzkollege zu halten, ist nicht sinnvoll. Kaninchen und Meerschweinchen verstehen sich nicht immer miteinander.
Bei der Gestaltung eines Aussenstalles ist der eigenen Phantasie keine Grenze gesetzt. Ob Eigenbau, Kauf eines Stalles im Fachgeschäft, Käfig Shop, Stall Shop oder nach Bauanleitungen spielt keine Rolle, hauptsache es wird auf die Grundbedürfnisse und die artgerechte Haltungen der Zwergkaninchen geachtet.
Man sollte sich am Anfang sehr viel Zeit für sein Kaninchen nehmen. Es langsam an die, für Ihn ungewohnte Umgebung gewöhnen lassen.
Kaninchen sind von sich aus sehr neugierig, deshalb kommen sie nach einer Weile auch ganz von selbst an, wenn man seine Hand in den Käfig hält. Zuerst kann man das Kaninchen an der Hand riechen lassen und es dann aus der Hand füttern (z.B. mit einer Möhre), so gewinnt es Vertrauen und wird Stückchen für Stückchen zahmer.
Die Nahrung eines Zwergkaninchens besteht hauptsächlich aus Heu, dass immer ausreichend zur Verfügung stehen sollte, da es die Verdauung reguliert.
Dazu sollte es täglich Grünfutter bekommen, wie z.B. Möhren, ein Stück Apfel, Grass, Klee, Löwenzahn.
Das Trockenfutter nimmt den kleinsten Teil der Futtermenge ein.
Außerdem brauchen Kaninchen Nagematerial (Obstbaumäste, hartes Brot, Kabberstangen, u.s.w.) damit sie sich die ständig nachwachsenden Zähne abnutzen können.
Zur Pflege gehört das regelmässige Reinigen des Käfigs oder des Stalles. Tägliches Reichen von frischem Heu, Wasser, Nahrung. Desweiteren gehört, besonders bei Wohnungstieren das Krallenschneiden, bei langhaarigen Tieren regelmässiges Bürsten und auch die Zähne sollten in gewissem Abstand kontrolliert werden.
Es gibt einige Pflanzen die für Kaninchen giftig sind, deshalb sollte man im Zweifelsfall nur die Pflanzen an sein Kaninchen verfüttern, von denen man weiß, dass sie ungiftig sind
Giftige Planzen sind unter anderem : Holunder, Lebensbaum, Maiglöckchen, Stechpalme, Tulpen.
Ist das Kaninchen mal krank, sollte man unbedingt einen Tierarzt zu Rate ziehen.
Lungenentzündungen, Geschwüre, Pilzerkrankungen, Flöhe, kahle Stellen im Fell, eventl. Nierensteine, Probleme mit den Zähnen, aufgeblähter Bauch, nicht fressen wollen, die sogenannte Trommelsucht ( Folgeerscheinung bei Blähungen) müssen medizinisch abgeklärt werden.
Einige Kaninchenkrankheiten können mittlerweile auch mit Homöopathie und Kräutern behandelt werden.
Zwergkaninchen werden zwischen 12 und 16 Wochen geschlechtsreif
Wer zwei Zwergkaninchen verschiedenen Geschlechts hat und keinen Nachwuchs plant, der muss vom Tierarzt eine Kastration durchführen lassen.
Diese erfolgt in Narkose, von der die Tiere erstmal müde und inaktiv werden, aber nach einer kurzen "Schonfrist" wird das Kaninchen wieder fit und munter sein.
Man kann sein Kaninchen gehen Myxomatose und RHD ab der 8. Lebenswoche impfen lassen. Kaninchen die Draußen gehalten werden sind wesentlich gefährdeter als Kaninchen, die in der Wohnung leben. Der Impfschutz hält sechs Monate.
Das Weibchen ist ab dem achten Lebensmonat Zuchtreif, Rammler können schon ab dem sechsten Monat zur Zucht eingesetzt werden.
Die Tragzeit beträgt ca. 28 - 33 Tagen und ist je nach Rasse schwankend
Die Geburt findet meist in der Nacht oder am frühen Morgen statt . Die Jungen werden von der Mutter abgenabelt, danach wird jedes Baby sofort von der Eihaut befreit und trocken geleckt.
Die Jungen sind Nesthocker, ihre Augen sind noch geschlossen und auch der Fellwuchs ist eher spärlich. Ab der 6. - 8. Lebenswoche sind die Jungtiere völlig selbstständig.
Nicht selten kommt es bei Geburten vor, dass das Muttertier stirbt und ihre Kleinen völlig auf die Hilfe des Menschen angewiesen sind, um zu überleben. Ein kleines Kaninchenbaby von Hand aufzuziehen erfordert viel Geduld und Zeit. Da es verschiedene Dinge gibt, die beachtet werden müssen, um den Kleinen einen erfolgreichen Start zu ermöglichen, sollte ein Züchter zur Aufzucht von Kaninchenbabys zu Rate gezogen werden.
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