In jedem Fall erfordert die Neueinrichtung eines Aquariums viel Geduld und Sorgfalt.
Dadurch wird sichergestellt, dass die Wasserqualität stimmt und sich somit die Fische wohlfühlen.
Zunächst einmal sollte man sich überlegen welche Fische man halten möchte, nach diesen Kriterium kann man dann das Becken aussuchen und einrichten.
Entscheidend hierfür ist, welche Beckengröße die Fische benötigen. Dringend ist davon abzuraten, Fische zu kaufen deren Haltung im Becken nicht artgerecht ist, beispielsweise Kois oder Störe, man berechnet ca. 500l pro Koi, im Aquarium kaum machbar, und Störe sind weder im Becken noch im Teich gut aufgehoben.
Eine Beratung in einem guten Aquaristik-Fachgeschäft sollte die Entscheidung erleichtern. Zudem bekommt man dabei wertvolle Tipps und Ratschäge genannt.
Viele Anfänger machen den Fehler und kaufen ein zu kleines Becken oder sogar sogenannte Minibecken, die Folgen daraus sind schlechte Wasserwerte und Fischsterben. Solch kleine Becken eignen sich nur zur Haltung von Garnelen, kein Fisch fühlt sich darin wohl.
Aquarien findet man auch häufig günstig in Zeitungen im Kleinanzeigenbereich dort werden alte Aquarien oder von Fachleuten gebaute Becken verkauft. Beim Kauf eines gebrauchten Beckens, sollte immer geprüft werden, ob das Becken auch dicht ist.
Passendes Zubehör, wenn dies nicht beim Kauf eines Gebrauchtbeckens dabei ist, findet man im nächsten Aquaristikshop, vom Kauf in Baumärkten ist eher abzuraten, da das Personal meist nur mangelhaft geschult ist.
Benötigt werden Bodengrund, Kies oder Sand (bitte kein Lavalit, Verletzungsgefahr für die Fische!), Pflanzen, Filter, Heizung, Abdeckung mit Beleuchtung, Thermometer, eine Styroporplatte mit den Bodenmaßen Ihres Beckens, Deko und wer möchte eine Rückwand.
Nun zur Einrichtung des Aquariums:
Die Styroporplatte an den für das Becken vorgesehene Stelle platzieren und das Becken daraufstellen. Die Styroporplatte ist notwendig, um kleine Unebenheiten des Unterschrankes auszugleichen und Schwingungen des Bodens und des Aquariums zu trennen.
Anschlüsse des Thermometers, der Heizung, des Filters und die der Abdeckung jetzt schon hinter den Aquarienschank verlegen, dies gestaltet sich schwer bei einem schon befüllten Becken.
Das Becken sollte zunächst gründlich gereinigt werden. Bei einem gebraucht gekauften Becken oder bei der Neueinrichtung eines alten Beckens empfiehlt sich die Reinigung mit einer fischverträgliche Lauge die eigentlich zur Einstellung der Wasserwerte genutzt wird. Diese eignen sich oft auch hervorrangend zur Reinigung.
Nun 2 cm Bodengrund einbringen und verteilen. Dieser Bodengrund versorgt Ihre Pflanzen in der Anwachsphase mit wichtigen Nährstoffen, außerdem bietet er den unentbehrlichen schadstoffabbauenden Bakterien viel Siedlungsfläche.
Darüber kommt eine 5 cm hohe, frisch gewaschene Schicht aus dunklem, feinkörnigem Aquarienkies. Bitte keinen hellen oder reinweißen Kies benutzen da dieser die Fische irritiert und sie sich nicht wohlfühlen würden.
Zum weiteren Einrichten wird das Becken zu 1/3 befüllt, am besten legt man einen Teller auf den Bodengrund und lässt das Wasser dort einfließen, so gibt es keine Verwirbelungen des Bodengrundes. Bitte lauwarmes Wasser benutzen, sonst bekommen die Pflanzen beim Einsetzen einen Temperaturschock.
Vor dem Einsetzen der Pflanzen bitte diese auf Schnecken, Schneckenlaich und Scheibenwürmern untersuchen und abwaschen, häufig holt man sich so diese Parasiten ins Becken.
Dekoartikel sind nicht unwichtig, hervorragend geeignet sind Moorkienwurzeln und Steine, stabil übereinander gestapelte Steine dienen Fischen als Versteckmöglichkeit, die Wurzeln werden gerne von Welsen abgeraspelt.
Nun zum Filter, es gibt verschiedene Filterarten: Innenfilter, Außenfilter und sogenannte Rucksackfilter, bei einem Becken von 60l würde ein Rucksackfilter ausreichen, bei 80 bis 100l ein Innenfilter und ab 120l wäre ein Außenfilter das Ideale.
Installiert wird der Filter immer nach der Aufbauanleitung des Herstellers.
Das Becken wird jetzt zu 100% befüllt. Dem Wasser werden Aufbereiter und Starterbakterien zugefügt um das Wasser Fischgerecht zu machen. Bakterien müssen regelmäßig ins Wasser gegeben werden, Hinweise stehen auf der Packung.
Das Aquarium muss nun mindestens 1,5-2 Wochen „einfahren“ damit sich diese für das Becken essentielle Bakterien ansiedeln können, ohne sie würde das Wasser bei sofortigem Fischbesatz durch Kot und Futter zu stark belastet und die Fische würden verenden.
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