Jeder, der sich für die Anschaffung eines Welpen entscheidet, stellt sich wohl als eine der ersten Fragen, wie das neue Familienmitglied stubenrein wird.
In jedem Fall sollte der frischgebackene Welpenbesitzer viel Geduld mitbringen.
Einige Welpen werden spielend stubenrein, andere brauchen u.U. Wochen, bis sie verstanden haben was der Mensch von ihm erwartet.
Entscheidend für den Erfolg ist vorangig das Verhalten und die Aufmerksamkeit des Menschen.
Fast jeder Welpe zeigt ein bestimmtes Verhalten wenn er muss. Der eine Welpe schnüffelt aufgeregt am Boden, der andere dreht sich zusätzlich zum Schnüffeln im Kreis, wieder ein anderer sucht plötzlich seine Ruhe und verzieht sich an einen unbeobachteten Ort um sich dort zu lösen.
Welche Anzeichen der eigene Welpe hat, muss jeder Hundebesitzer für sich herausfinden.
Grundsätzlich kann man sagen, der Welpe muss immer wenn er
nach einem Schläfchen aufgewacht ist
innerhalb der nächsten 10-15 Minuten nach dem Fressen
nach dem Spielen
spätestens jedoch etwa alle zwei Stunden
Der beste Weg um einen Welpen stubenrein zu bekommen ist, ihm überhaupt nicht die Chance zu lassen, sich in der Wohnung zu entleeren. Wer die oben aufgeführten Ereignisse berücksichtigt, wird meist sehr wenige Pfützen und Haufen beseitigen müssen.
Wenn der Welpe raus muss, sollte er auf dem Arm zu seinem Löseplatz im Freien getragen werden. Hilfreich ist, ihn immer an der selben Stelle abzusetzen. Dort wartet man nun, bis der Welpe sich löst. Auch wenn der Welpe nach einer Pfütze scheinbar fertig ist; bleiben Sie lieber immer 5 Minuten länger draußen!
Jedes große und kleine Geschäft im Freien sollte ausgiebig belohnt werden. Am besten mit Leckerlies, vielen guten Worten und auch Streicheleinheiten.
Wenn nun doch mal eine Pfütze oder ein Haufen in der Wohnung landet, sollte der Welpe dafür nicht ausgeschimpft werden. Er versteht überhaupt nicht, was sein Mensch von ihm will. Der Welpenbesitzer sollte mir sich selbst schimpfen! Denn hätte er seinen Hund besser beobachtet, hätte er den Hund ins Freie bringen können.
Manchen Menschen vertreten die Meinung, es sei unbedingt notwendig einen Welpen auszuschimpfen und ihn zu bestrafen, wenn er sich in der Wohnung gelöst hat. Einige davon wenden sogar Maßnahmen an, wie den Hund mit der Schnauze in seinen Urin bzw. seinen Haufen zu drücken.
Wer möchte, dass der Welpe sein Vertrauen zum Menschen verliert oder im schlimmsten Fall sogar Angst vor seinem Besitzer bekommt, ist damit auf dem richtigen Weg!
Wie oben schon erwähnt: nicht der Hund ist schuld an diesem Mißgeschick, er macht nicht aus Böswilligkeit auf den guten Teppich im Wohnzimmer.
Es ist mit Abstand nicht die einfachste Sache, einen unternehmungslustigen Welpen nicht aus den Augen zu lassen, ständig auf Anzeichen zu achten. Aber je mehr sich der Hundehalter in den ersten Wochen in dieser Sache engagiert, umso schneller und zuverlässiger wird das Tier begreifen, was man von ihm erwartet.
Sollte trotz allen Bemühungen ein Mißgeschick in der Wohnung passieren, sollte der Hundehalter es beseitigen ohne dass der Hund dies mitbekommt.
Erwischt man den Welpen direkt beim Lösen in der Wohnung, reicht ein "Pfui" oder "Nein" und der Welpe wird sofort auf den Arm genommen und zu seiner Lösestelle im Freien getragen. Mit "Sofort" ist tatsächlich auch "Sofort" gemeint; nicht erst das Mißgschick beseitigen und dann den Hund ins Freie bringen!
Löst er sich dann draußen, nicht vergessen überschwänglich mit Leckerlie, Worten und auch Streicheleinheiten zu loben.
Die meisten Welpen müssen auch in der Nacht ein kleines und/oder großes Geschäft verrichten. Um hier Mißschgeschicke zu vermeiden - schließlich schläft der Mensch und kann das Tier nicht beobachten - setzen viele Hundebesitzer gerne eine Hundebox ein.
Die Hundebox dient als Schlafplatz für den Welpen. Sie wird im Schlafzimmer, am besten in der Nähe des Bettes, aufgestellt.
Ein Hund wird nur im äußersten Notfall seinen eigenen Schlafplatz beschmutzen, deshalb wird sich der Welpe melden wenn er in der Nacht muss. Dann folgt das alt bekannte Spiel: sofort zum Löseplatz tragen und loben, loben, loben.
Der Hundebesitzer sollte sich in keinem Fall von Rückschlägen entmutigen lassen. Diese passieren einfach.
Der kleine Welpe ist erst ein paar Wochen auf der Welt, wurde von Mutter und Geschwistern getrennt und in eine neue Umgebung gebracht. Er braucht seine Zeit um sich in der weiten, großen Welt zurechtzufinden.
Seien sie geduldig mit ihrem Welpen und schenken Sie ihm viel Aufmerksamkeit!
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