Tomatenpflanzen sollen laut diverser Berichte ohne Probleme auf dem Balkon zu halten sein und auch ausreichenden Ertrag bringen, wenn sie gut gepflegt werden und einen sonnigen Standort haben.
Auch wenn uns nur ein Balkon zur Verfügung steht, möchten wir ungern auf eigenes Gemüse verzichten. Geschmacklich ist selbst angebautes Gemüse einfach unübertroffen. Unser Süd/West-Balkon sollte ein optimaler Standort sein. Jetzt - Anfang Mai - befindet er sich ab ca. 12:30 bis ca. 20 Uhr in der Sonne. Wenn die Sonne im Hochsommer höher steht, wird die täglich Sonnendauer für die Pflanzen noch länger werden.
Also haben wir uns drei Tomatenpflanzen im Baumarkt besorgt: zwei Pflanzen Cocktailtomaten und eine ganz normale Tomatenpflanze mit runden Früchten.
Die Cocktailtomaten wurden zusammen in einen rechteckigen Kübel
mit 20-30 Liter Erde gesetzt. Die andere Tomatenpflanze sitzt in einem Kübel mit 20 Litern Erde.
Man findet die unterschiedlichsten Meinungen, wieviel Erde Tomatenpflanzen zur Verfügung stehen sollte, manche halten 10 Liter Erde für absolut ausreichend, andere sprechen von mindestens 15 oder sogar 20 Litern Erde pro Tomatenpflanze.
Wir denken mit unserer Kübelgröße haben wir das Mittelfeld getroffen und sind somit gut bedient.
Die Erde für die Tomaten wurdem vor dem einsetzen der Pflänzchen mit Hornspäne vermengt, diese soll als Dünger hervorragend geeignet sein. Da Tomaten sehr viel Nahrung brauchen, erfordert die Aufzucht im Topf oder Kübel eine besondere Sorgfalt beim Düngen. Wie oft gedüngt werden sollte, macht man am besten von der Entwicklung der Pflanze abhängig und beachtet auch die Empfehlung auf der Verpackung des Düngers.
Einige Tage nachdem wir die Pflanzen in die Kübel eingesetzt hatten, haben wir noch speziellen Tomatendünger besorgt. Wenn Tomaten wirklich so viel Nahrung brauchen, wollten wir auf Nummer sicher gehen.
Unsere Tomaten sitzen nun schon seit 10 Tagen in den Kübeln auf dem Balkon und entwickeln sich bisher prächtig, sie sind schon ca. 10 cm gewachsen:
Bild
Eine Stütze für die Tomaten ist unumgänglich. Es gibt verschiedene Pflanzenstäbe in Baumärkten und Gartenfachmärkten zu kaufen, man kann aber auch einfach einen normalen Stock in die Erde stecken.
An diesem Pflanzenstab oder Stock sollte die Tomate in regelmäßigen Abständen angebunden werden. So kann man der Pflanze eine Wuchsrichtung vorgeben, zudem schützt man sie vor dem Abknicken durch Wind.
Wichtig ist auch das Ausgeizen. Wird eine Tomatenpflanze nicht regelmäßig ausgegeizt, entwickelt sie sehr viele Seitentriebe wodurch sie sehr buschig wird. Das Stützen der Pflanze gestaltet sich dann sehr schwer. Weiter liefern Tomatenpflanzen, die nicht regelmäßig ausgegeizt werden, kleinere Früchte.
Eine ausführliche Anleitung zum Ausgeizen von Tomaten mit Bildern finden Sie unter Tomaten ausgeizen.
Fast 3 Wochen nach der Anschaffung der Tomatenpflanzen sind an einer Pflanze schon erste Ansätze von Blüten zu sehen.
Da uns von allen Seiten ein Dünger mit Guano empfohlen wurde, haben wir einen solchen angeschafft und die Tomaten damit nochmals gedüngt.
Dieser Bericht wird regelmäßig aktualisiert.
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